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Die sündigste Meile der Welt!

04.11.2015 13:43:33

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Die sündigste Meile der Welt!

Denkt man an Hamburg, so kommen einem sehr schnell Begriffe wie „St. Pauli“, „Reeperbahn“, oder auch „Herbertstrasse“ in den Sinn. Die Hamburger Reeperbahn ist der Inbegriff der sündigen Meile im Vergnügungs- und Rotlichtviertel des Hamburger Stadtteils St. Pauli. Gerne wird von ihr auch als „sündigste Meile der Welt“ gesprochen! Die Hamburger Reeperbahn ist ca. einen knappen Kilometer lang, um genau zu sein ca. 930 Meter und verläuft vom Millerntor Richtung Westen bis zum Nobistor, welches bereits zum Hamburger Stadtteil Altona hinzugerechnet wird.



Gerade am Wochenende ist die Hamburger Reeperbahn die Heimat unzähliger Nachtschwärmer, Kneipengänger, Musical- und Theatergänger und wird aufgrund der wachsenden Anzahl an Clubs und Diskotheken auch mehr und mehr von jungen Partygängern heimgesucht. Das Wachsfigurenkabinett Panoptikum, die drei Theater „Schmidt Theater“, „Schmidts Tivoli“ und das „St. Pauli Theater“ sind über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus bekannt und sorgen ebenfalls für einen regen Besucherstrom auf Hamburgs sündiger Meile!

Doch was wäre die Hamburger Reeperbahn, liebevoll von ihren Anwohnern auch „mein Kiez“ genannt, ohne ihr Herzstück, dem sie auch den Namen „sündigste Meile der Welt“ zu verdanken hat! Denn hier findet sich auch heute noch ein riesiges Erotikangebot, dass von Table-Dance Bars, über Sexshops, Sexkinos, Erotikclubs, bis hin zur weltbekannten Bordellstrasse „Herbertstrasse“ reicht.

Die bekanntesten Erotiketablissements dürften mithin das „Dollhouse“ auf der großen Freiheit sein, das mittlerweile geschlossene Livesextheater „Safari“, welches von den Betreibern des „Dollhouse“ übernommen wurde und sich im Umbau befindet und die Table-Dance Bar „A La Charm“, die sich ebenfalls in der „Großen Freiheit“ befindet. Doch auch Freunde der etwas härteren sexuellen Spielarten kommen auf der Reeperbahn zu ihrem Genuss. So befindet sich unweit der Hamburger Reeperbahn der älteste SM-Club Europas, der „Club de Sade“, der bereits seit 1960 besteht.

Diejenigen Reeperbahnbesucher, die sich des Nachts auf die Suche nach einem kleinen, amourösen Abenteuer aufmachen, kommen ebenfalls nicht zu kurz. Mit dem Laufhaus „Paradise - Point of Sex“ befindet sich Hamburgs größtes Bordell mitten auf der sündigsten Meile der Welt. Es ist im Übrigen das zweitgrößte Laufhaus Europas, mit 100 Zimmern, verschiedenen Themenzimmern und einem eigenen Dominastudio! Hier sollte wohl jeder Bordellgänger auf seine Kosten kommen und das Modell seiner Träume in Hamburg finden.

Wer auf der Suche nach der Dame seiner Träume lieber im Freien flanieren möchte, dem sei die „Herbertstrasse“ ans Herz gelegt! Die Herbertstrasse, ehemals Heinrichstrasse, wird bereits seit dem 19. Jahrhundert zur Prostitution genutzt. Sie ist in etwa 60 Meter lang und seit den 1930er Jahren versperren jeweils an beiden Enden Sichtbarrieren den direkten Blick in die Herbertstrasse. In den 1970er wurden kleine Hinweisschilder an diese Sichtbarrieren angebracht, die Frauen und Kindern das Betreten der Herbertstrasse untersagen. Diese „Verbotsschilder“ gingen auf eine Initiative der Prostituierten, die in der Herbertstrasse ihrer Tätigkeit nachgehen, selbst zurück, die sich und ihren Freien ein ungestörteres Arbeitsumfeld schaffen wollten.

Fast alle Häuser der Herbertstrasse besitzen im untersten Geschoss Schaufenster, hinter denen die Damen des horizontalen Gewerbes auf Hockern, oder bequemen Sesseln sitzen und ihre erotischen Dienste anpreisen. Ähnliches kennt man auch aus den Rotlichtvierteln in Amsterdam. Durch die meist geöffneten Fenster sprechen die Prostituierten die vornehmlich männlichen Passanten der Herbertstrasse an und versuchen diese für ein erotisch prickelndes Schäferstündchen zu gewinnen. Hier werden sodann die erotischen Services, die die Damen des horizontalen Gewerbes anbieten, feil gehalten, so wie die Preise der sexuellen Dienstleistungen abgesprochen. Ist man sich einig, holt die Prostituierte den Freier durch eine kleine Eingangstür ab und verschwindet mit ihm in einem der unzähligen Modellwohnungen bzw. Modellapartments, die sich meist in den oberen Stockwerken der Häuser auf der Herbertstrasse befinden.

Hauptsächlich in den Abendstunden füllt sich die „sündigste Meile der Welt“ mit Leben, tagsüber erscheint sie eher grau und wie jede andere Straße in Hamburg auch. Doch wenn die Lichter der unzähligen Clubs, Kneipen, Etablissements, Erotikshops und Table-Dance Bars am Abend die Dunkelheit vertreiben, dann lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch auf Hamburgs sündiger Meile! Und sie ist wirklich immer wieder eine kleine, sündige Reise wert!

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