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Italiens erstes Rotlichtviertel soll in Rom entstehen

04.07.2015 20:55:12

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Italiens erstes Rotlichtviertel soll in Rom entstehen

Auch wenn Italien für seine Sex Skandale berüchtigt ist, in die durchaus auch hohe Politiker verwickelt sein können, ist Italien immer noch ein Land in dem Bordelle verboten sind. Seit im Jahr 1958 alle Puffs und Institutionen für käufliche Liebe geschlossen wurden, bleibt den Prostituierten gar nichts anderes übrig als ihre Dienste auf der Straße anzubieten. Wer kennt nicht die Frauen, die in italienischen Straßen abends an den Laternen stehen um Kunden zu gewinnen. Doch genau das gefällt den italienischen Behörden jetzt auch nicht mehr. Auch wenn Italien seine Prostituierten liebevoll luccioli (Glühwürmchen) nennt, sollen sie jetzt von den Straßen verschwinden. Die Anzahl der Damen wird auf ca. 120.000 im ganzen Land geschätzt und sie sorgen für einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro jährlich. Die Prostitution ist im Moment ein Geschäft, das komplett in den Händen der Mafia ist. Zwangsprostitution ist an der Tagesordnung. Diese Frauen zahlen zwar keine Steuern haben dafür aber auch keinerlei Rechte.



In Rom will der Bezirksbürgermeister von EUR jetzt dafür sorgen, dass die Prostituierten von der Straße verschwinden. Er will einen Rotlichtbezirk einführen in dem die Damen sich betätigen dürfen. Wer seine Liebesdienste außerhalb dieses Rotlichtviertels anbietet soll eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen müssen. Dies gilt auch für Freier, die außerhalb nach käuflicher Liebe suchen. Schon werden erste Stimmen aus den christlichen Parteien und von Anwohnern laut ob man mit diesem Rotlichtviertel nicht noch die Probleme der Zwangsprostitution vergrößert und den Zuhältern ihr Geschäft vereinfacht. Fragwürdig ist auch ob das Vorhaben überhaupt gesetzeskonform ist. Prostitution ist zwar erlaubt aber die Förderung der Prostitution per Gesetz verboten. Genau dagegen würde der Bürgermeister verstoßen.



Es fragt sich tatsächlich, was das eigentliche Ziel ist, das der Bürgermeister verfolgt. Vielleicht will er einfach nur das Fremdgehen der Italiener erschweren. Nach kürzlich veröffentlichten Zahlen gehen nämlich 77 % aller verheirateten Italiener zu Prostituierten. Wenn dieses Rotlichtviertel einfach nur dazu dienen sollte die käuflichen Damen von den Straßen zu holen dann wäre es doch viel leichter Bordelle wieder zu genehmigen. Es bleibt abzuwarten ob der Bezirksbürgermeister mit seinem Plan Erfolg haben wird und ob Italien damit sein erstes Rotlichtviertel bekommen würde.




Eure Susanne

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